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Archive for the ‘Erlogen’ Category

Veteran defender, Willy Lobig, has announced to pursue a U.S. citizenship making way for the 34-year-old German-born soccer player to represent the U.S. national team. Lobig’s announcement follows Gedion Zelalem’s move towards U.S. citizenship earlier this week.

In a first press release Lobig revealed that the decision was mostly based on his close ties with TeamUSA head coach Jürgen Klinsmann. Lobig has kept a connection with Klinsmann since the 1990 World Cup, when Lobig moved real close to the radio while listening to the games of the German team.

Lobig, whose mom is not a soccer mom, was openly welcomed by Klinsmann who is said to have unofficially stated:

 

Lobig will add enormously to the team’s defensive depth and routine.

Lobig, currently a starlet of the infamous Fortuna Großschwabhausen soccer squad, is a graduate of the Garbek soccer youth academy, and has seen many teams and countries throughout his career among them the notorious Kühe Schweine Wetterau. Internationally, Lobig is best known for his appearances at the Winckelmann Cup and the advancement of the sliding tackle techniques.

 

Lobig in action during an exhibition game earlier this year (third from the right on the left bench)

Lobig in action during an exhibition game (third from the right on the left bench)

 

Lobig also said that the decision was further motivated by the chances of adding Gold and World Cup appearances to his résumé while being fully d’accord with Klinsmann’s overall conceptual approach to soccer. According to Lobig, Klinsmann is willing to deconstruct national identities in order to construct a strong national team:

 

Klinsmann’s team is a team of entangled trans(g)local player identities, a concept I fully support on and off the field. TeamUSA is or will soon become the first non-national national team. That is Klinsmann’s true accomplishment.

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Meine Wahl

begann heute morgen damit, rot links liegen zu lassen und schwarz zu folgen: solange, bis es mit schwarz nur noch abwärts ging…
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Da war ich aber noch längst nicht dort angelangt, wo ich eigentlich hinwollte. Also habe ich gelb eine Chance gegeben, mich ein Stück zu begleiten. Das hat einige Zeit auch ganz gut funktioniert. Aber plötzlich ging es weder mit schwarz, rot, gelb, noch mit blau – ja, noch nicht einmal mit grün
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(was im Wald erstaunlich selten anzutreffen war!) weiter.

Die Farben-Wahl war gescheitert – eine Alternative musste her, aber welche? Die Auswahl war nicht gerade gering:

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und als ob diese Möglichkeiten nicht schon genügt hätten, gabelten sich die Wege immer in mindestens 3 Richtungen, versehen mit stets neuen Wegmarkierungen (aber nur selten mit Ortsangaben):

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An klare  (rot oder weiß oder rot-weiß-rot etc.) bzw. gar keine Wegmarkierungen (stattdessen: Steinmännchen) im (Hoch)Gebirge gewöhnt, schien es, dass ich an der Farben- und Symbolpracht der Nassauischen Schweiz scheitern sollte – keine 600m ü. NN! Das konnte nicht sein.

Ich beschloss, den Waldbewohnern mehr zu vertrauen, als den vermeintlich eindeutigen Hinweisen auf architektonische Meisterleistungen und folgte von nun an dem Wildschwein

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 Paradox, vielleicht, war ich doch auf dem Weg zu einem Tempel im Taunus, der mir umso geheimnisvoller vorkam, je länger sich die Suche nach ihm gestaltete… Zwei Stunden später allerdings und etliche Kilometer weiter (nicht zuletzt ‚dank‘ einer Schleife, als ich vorübergehend die Wildschweinfährte verloren hatte) durfte ich erleichtert feststellen:

Das anfängliche Wahl-Dilemma hatte doch noch ein gutes Ende gefunden. Deshalb kann ich nur allen empfehlen: Folge dem Wildschwein und es führt dich zum Tempel!

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Amüsieren wollte man sich ja schon immer, selbstverständlich auch in früheren Zeiten. Und ein bisschen knobeln auch. Letztens bin ich in meinen alten Texten auf eine witzige Mode gestoßen, die im 17. und 18. Jahrhundert in Europa groß im Schwange war und die Aufklärer in die Verzweiflung getrieben hat.
Es geht um die Worträtsel, Charaden oder auch Logogryphen genannt. Die Zeitschriften in Frankreich und Deutschland waren überflutet davon. Es gab ganze Bücher, die Logogryphen anboten für jeden Tag (Logogryphes jour par jour).
Das wollte ich auch mal probieren, denn die alten Rätsel sind ohne Lösungsschlüssel kaum zu erraten. Das Prinzip erinnert an das Sonntagsrätsel – man ist auf der Suche nach einem Wort, das in verschiedene Teile zerlegt und durch andere Wörter umschrieben wird. Man errät aus den umschreibenden Worten einzelne Buchstaben oder Silben, setzt sie zusammen und erhält das Hauptwort.
Im Reimen bin ich natürlich nicht geübt und musste schummeln – Ihr werdet darüber hinweg sehen. Doch mal sehen, ob Ihr es rausbekommt …

Wenn ich herrsche, gibt es kein Unten, kein Oben
Kein Mensch, keine Macht wird geduldet da Droben.
Es macht, wer immer auch will, was eben er macht
Klar, kann es sein, dass es dabei auch kracht.

Ich bin ein Wort von nur acht Buchstaben
Die ersten drei wirst du schnell erraten haben.
Man schneidet mich scheibenweis’ in die Pina Colada, auch schmecke ich süß, bin saftig und gelb
Und wachse mit meinen Freundinnen auf dem Feld.

Mein viertes Teil ist nur ein Buchstabe
Es ist der Beginn von der Rosen Farbe.
Rio Reiser hat mich einst besungen
Er schrie, er wolle nur * * * – so hat das damals geklungen.

Die letzten vier Buchstaben hast du leicht erkannt
Im Französischen werde ich schlicht „der Hund“ genannt.
Nimm den letzten weg, so bleiben dir vier
Häng’ sie an mich an, dann zeig’ ich mich dir.

Die Auflösung steht im Kommentar. Weitere Schreibformen des Verschlüsselten findet Ihr im Brief oder der unsichtbaren Schrift.

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Dieser Eintrag ist ein Nachtrag. Ein Nachtrag zu einem Eintrag in diesem Blog, der vor gut einem halben Jahr die Aufmerksamkeit dafür zu wecken versuchte, Archivreisen nicht nur wissenschaftlich sondern auch lebensweltlich gewissenhaft vorzubereiten. Retrospektiv ist dieser Nachtrag der Eintrag eines Gescheiterten. Gescheitert nicht in den Gesten des wissenschaftlichen Sammelns, gescheitert nicht in den Irrfahrten des Lebensweltlich_Alltäglichen, gescheitert an der unvernünftigen Überzeugung, dass « man Geschichte nicht schreibt, um sie zu erzählen, sondern um in einen Diskurs zu gleiten », der gegenwärtiger nicht sein könnte: über die Menschen und das Vergessen, über das Leben und den Tod.

« Die Rückkehr aus dem Archiv » ist manchmal schwierig; auf die physische Freude über (wieder)gefundenes, wissenschaftliches Material folgen die Zweifel, vermischt mit der Machtlosigkeit, die darin liegt, nicht zu wissen, wie die lebensweltlichen Spuren der Archivreise in das wissenschaftliche Material einzuflechten sind. Im Arbeits_Raum des Historikers, im Raum seiner Selbst, verschränkt sich die Ordnung des wissenschaftlichen Materials auf wundersame Weise mit der Unordnung der lebensweltlichen Spuren und verwebt Material und Spur, Erzählung und Fiktion, ineinander. Die Bettwanzen der unteren Etage des Doppelstockbetts vermengen sich mit den Erfahrungen des lichtgefluteten, wohl erkämpften, vordersten Sitzplatzes im Archiv. Die weingetränkten Einträge im Tagebuch beginnen sich mit dem Geschmack des kolonialen Blattes zu vermischen. Die französische Geliebte der Nacht wird zur Archivarin des Tages. (mehr …)

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Gottfried Wilhelm Leibniz in einem Brief an Bernardino Ramazzini vom 10. Mai 1702.

Monsieur, très cher Amy,

Die heutige Welt gehet ietzo mit einem gantz incomparablen Concepte schwanger/ von dessen Existenz derselbe/ ohne Zweifel/ gehört haben muß. Es träget den Nahmen KINDLE TOUCH eREADER/ und ist eine Erfindung gantz ungemeiner Natur/ die so zu reden incroyable genannt werden muß. Sie lesen einen beliebigen Text/ oder ein Manuscript von eigener Hand/ deren physisches Vorhandenseyn nicht mehr nothwendig ist. Sie werden/ wie ich/ gefragt haben: Wie kan dieß seyn? Ist dieß Zauberey? Nein, mein Freund! Es ist die reihne Wahrheit. Das Geheimnüß lieget in der CLOUD/ wie sie genannet wird/ allwo die Gesamtheit der res cogitans gesammelt/ und als würckliche res extensa an den Lesenden zurück gesendet werden. Zu meiner Schande gestehe ich/ daß die genaueren Umstände der physicalischen und metaphysischen Wirkungsmächte/ für meine Begriffe/ noch im Duncklen liegen. Hoffe aber in Zukunft/ mehr Licht in diese Angelegenheit zu bringen/ wäre darzu allbereit und willig.

Biß dahin bitte denselben/ mon très cher Amy/ der Sache selbsten nachzugehen/ und mir bey weiterer Erkenntnüß Nachricht zu übersenden. Eine gewisse Adresse lieget allbereit vor: Gottfried.Wilhelm.Leibniz@Kindle.com. Noch etwas: Der Zweck und intention derselben Erfindung gehet dahin/ daß man independent Lesen und Leben könne/ und nicht von Gnaden abhängig wäre etc. etc. Weitere Ausführungen dazu bey nächster Gelegenheit mündlich, die sich vielleicht einmahl unversehens ereugnen wird.

Gott verleihe uns beyderseits Gesundheit und so verbleibe mit den aufrichtigsten Grüßen,

Monsieur, votre très humble serviteur, Leibniz.

PP.SS. Im Anhange zu besserer Erkenntnüß desselben Sujets eine Copie des Wirkungszusammenhanges.

http://www.applebreak.de

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Ohne Neid blickt sie auf Sekt und Kuchen am Nachbartischchen, auf das ausgelassene Lachen, das ihr an anderen Tagen vielleicht zu laut oder aufgesetzt vorgekommen wäre. Heute gefällt ihr das rauschende Leben um sie herum, in das sie sich still schmunzelnd einfügt. Wozu Fernweh entwickeln, ob New York, Las Vegas, Japan oder was auch immer gerade angesagt wäre, wenn die Sonne scheint und bei allen mindestens ein Lächeln herauskitzelt.

Heute keine Apple-Parade drinnen im Café, jeder für sich vor seinem Schutzschirm gegen die Welt. Nein, die Sonne lacht, und alle kommen aus ihren Löchern, holen sich irgendwo eine Pizza oder Sushi, flanieren oder setzten sich in den Park. Natürlich kommen auch die ganzen Tölen der Umgebung raus, aber selbst das stört sie heute nicht. Sie betrachtet den Typ dahinten mit dem Tattoo, der ständig auf sein iPhone schaut, als erwarte er sehnsüchtig eine sms oder mail. Jaja, die Liebe oder der Frühling oder beides macht sogar diese harten Kerle wuschig wie sonst nur die Aussicht auf einen dicken BMW oder Audi, an dessen Steuer sie ein bisschen angeben können. Oder verfällt sie gerade in Klischees?

Versunken betrachtet sie die Crema auf ihrem Espresso, spürt den Bewegungen der letzten Nacht nach, die sie noch in ihren Knochen spürt, den Rhythmen in ihren Sehnen, der Musik in ihren Muskeln. Nicht mal Wein hatte sie getrunken, der sie aus der Achse hätte werfen können, war trotzdem berauscht gewesen, hatte sich so fortlaufend im Kreis bewegt, war bewegt worden, bis sich die letzten Töne in der Nacht verloren hatten und diese bald dem Tag gewichen war. Nicht aus der Achse, aber aus der üblichen Bahn geworfen fühlt sie sich nun nach nur wenigen Stunden Schlaf, als habe sie die Fassung verloren, in die sie sonst eingeschraubt ist, ein Glühlämpchen am Dynamo der Welt. Alle um sie herum noch Teil des Getriebes, scheinen auf der Suche nach irgendetwas und wenn nur nach der Unvernunft, sich im März schutzlos der Sonne auszuliefern, um möglichst schnell braun zu werden. Sie gehört heute einer anderen Zeit an, aus Glück und Nichts und Güte, als seien Wünsche und Suchbewegungen verjährt. Wenn jetzt kein kühler Wind aufkommt, dafür aber bald Weltfriede und Gleichwürdigkeit aller Geschlechter und Körperformen eintritt, ist alles gut, denkt sie.

Doch als sie aufsteht und ihren Caffè bezahlt, weiß sie plötzlich, dass auch sie auf einer profaneren Suche ist, dass ihre Suchbewegung weitere Bewegungssuche sein und was sie also zu Hause schnell mal googlen wird: wann in Gepunkt die nächste Milonga stattfindet.

für kallibri und die suchenden von 2011, für schweigen, tanzen und trashtexten

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Meine Güte, habe ich dann letztens zu mir gesagt, warum fährst du nicht einfach nach New York, oder am besten nach Las Vegas. Dort rauscht das Leben und jeder um einen herum ist unvernünftig – die beste Umgebung also, um die Fassung zu verlieren. Ich würde Sushi essen, mir vielleicht ein Tattoo machen lassen und natürlich viel Wein und Sekt trinken. Nach Japan kann man ja nun schlecht fahren, da wäre man verrückt, aber unvernünftig will man ja trotzdem sein. Also warum nicht einfach losfahren, einen BMW oder Audi mieten und losdüsen – in die Nacht, ins Glück, ins Nichts. Um alles zu versüßen, würde ich am Steuer fettigen Kuchen essen und, wenn`s zu süß wird, eine Pizza hinterher schieben. Meinen Apple würde ich natürlich zu Hause lassen und niemand wüsste, wo ich wäre – ich würde weder per mail noch sms noch phone zu erreichen sein. So habe ich mir das gedacht und wer weiß, vielleicht wird es demnächst so kommen –

zunächst jedoch wollte ich lediglich mit allen Suchbegriffen, die laut google 2011 am meisten gesucht wurden und die ihr in den Schlagworten findet, einen Text verfassen (= Apple, Audi, BMW, Japan, Kuchen, Las Vegas, Liebe, mail, New York, Pizza, Sekt, sms, Sushi, Tattoo, Unvernunft, Wein). Sollte man das, was man schreibt, an den Worten ausrichten, die andere suchen? Und sollte man das, was man wünscht mit den Worten ausdrücken, die andere benutzen?

Meine Güte, habe ich dann zu mir gesagt, und  …

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