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Posts Tagged ‘Atomkraft’

 

Strahlend schön am 26. März 2011 in Berlin

Damit außer Schönheit nichts mehr strahlt, gibt es jetzt eine ePetition beim Bundestag zum sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Wer mitzeichnen will, kann sich hier informieren. Denn: (mehr …)

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Verstummen. Das war meine erste Reaktion angesicht der Katastrophe in Japan, die trotz jahrelanger Auseinandersetzung mit den Risiken der Atomkraft so unfassbar schien und immer noch scheint. Denn besserwisserisch darauf zu verweisen, dass die Anti-AKW-Bewegung ja schon immer auf dieses sogenannte Restrisiko verwiesen hat, dass ich mich auch in diesem Blog schon als Atomkraftgegnerin geoutet hatte, oder mir gar durchstandene Bußgeldverfahren und bezahlte Wegtragegebühren gleichsam als Orden anzuheften, schien mir absolut unangebracht. Solche ‚Schadenfreude‘ will wahrlich nicht aufkommen. Stattdessen lieber unpersönlich, aber zugleich auch weitgehend unqualifiziert über Fukushima zu schreiben, stellte sich mir aber auch nicht als sinnvolle Alternative dar (in der Sache relativ unwissende, schöngeistige Kulturbetrachtungen dazu gibt es dieser Tage auch ohne mein Zutun schon genug). Also entschied ich mich zunächst dafür, über Dinge zu schreiben, mit denen ich mich besser auskenne. Das hatte zumindest den Effekt, dass ich ein paar Stunden gedanklich mit abgeschmackten Buchtiteln und unfreiwillig komischen Lesungsankündigungen beschäftigt und also abgelenkt war. Doch auch das war unbefriedigend, denn angesichts der Atomkatastrophe sind Verlage, die Möchtegernautor_innen abzocken und sich dabei einen seriösen Anstrich geben, eine absolute Lappalie.

Nach Verstummen und Verdrängen einerseits, langem unqualifiziertem Geschwafel als Möglichkeit andererseits, nun sozusagen als Kompromiss nur ein kurzer Verweis auf eine sehenswerte 45-minütige Dokumentation, die sich derzeit noch in der ARD Mediathek findet. In „Risiko Atomkraft“ hat eine Journalistin ‚Expert_innen‘ hier in Deutschland befragt, ob sie wissen, was im Fall der Fälle zu tun wäre, schließlich wird das Restrisiko hier ähnlich hoch eingeschätzt wie zuvor in Japan. Nicht, dass ich vorher sonderlich optimistisch gewesen wäre, dass unsere Kraftwerkbetreiber_innen, Katastrophenschützer_innen, freiwillige Feuerwehren etc. überdurchschnittlich kompetent wären und der Risikofaktor Mensch hier ausnahmsweise ausgeschaltet ist. Aber mit der Doku kann man diffuse Ängste ganz gut in konkrete verwandeln. Über Wissenschaftskultur kann man darin ganz am Ende auch noch etwas lernen, wenn es darum geht, wie Kinderleukämiehäufungen um Atomkraftwerke von den Erstellern der Studie selbst weginterpretiert werden. Im Zusammenhang mit Fukushima hat übrigens auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nochmals auf ihre Auffassung von Forschung als gesellschaftliche Aufgabe verwiesen.

Ansonsten drücke ich hier noch die Hoffnung aus, dass alle nicht nur ohnehin schon von der Großdemo gegen Atomkraft am kommenden Samstag, 26. März wissen, sondern auch möglichst viele wirklich hingehen. Wer es nicht nach Berlin, Hamburg, Köln oder München schafft, kann auch morgen schon an einer der dezentraleren Mahnwachen teilnehmen.

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