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Posts Tagged ‘unfähige Vermieter’

Stapel aus steinernen Büchern auf der Buchmesse10:00 Halle 4.2

Man erfährt, dass man die Historikerzunft nicht mit zu viel Neuem überrumpeln darf. Deshalb vertraut das DFG-geförderte Portal recensio.net erst einmal auf das Web 1.5, um etablierte und neue Formen wissenschaftlicher Kommunikation über Bücher zusammenzuführen: Traditionelle Rezensionen werden online verfügbar gemacht, daneben gibt es die „Präsentation“ genannte Möglichkeit der Selbstanzeige. Letztere kann per Kommentarfunktion von anderen Wissenschaftler_innen (sogar Nicht-Historiker_innen, oha) sozusagen in Teilaspekten kurzrezensiert werden. Um die Qualität zu sichern, wird aber alles vor dem online-Gang von der Redaktion gesichtet.

11:00 Treffpunkt Foyer Halle 4.1

Die für eine Stunde angesetzte Hot Spot Tour to the Future of Publishing braucht schon über eine halbe Stunde zum Ansteuern ihres ersten Ziels: erst der Shuttlebus zur, dann die Sicherheitsperformance (= Taschenkontrolle) in Halle 8. Man lernt, dass die meisten Menschen wohl eher haptische als auditive Typen sind, denn sobald es was zum Draufrumdrücken gibt, hört niemand mehr zu. Auch wenn gewisse US-Verlage schon 20 % ihrer Erlöse mit eBooks erzielen und die Taschenbuchumsätze in den Staaten um 64 % eingebrochen sind, ist man vom ganzen eBook-Gehype der letzten Buchmessen schon etwas abgestumpft. Man nimmt zur Kenntnis, dass diese Formate in Deutschland immer noch bei 0,5 % dümpeln und lässt die anderen mit ihrer augmented reality allein, um rechtzeitig in Halle 5 zu sein.

12:00 Weltempfang, Halle 5.0

Im Gegensatz zu schon am zweiten Buchmessentag gestresst wirkenden Presse- oder Verlagsmenschen scheinen sich die sonst oft allein arbeitenden Literaturübersetzer_innen wirklich über Zusammentreffen und Gespräche zu freuen und überreichen einer Heidelberger Bibliothekarin, die sich mit Veranstaltungsformaten, die Übersetzer_innen und Übersetzungen ins Zentrum rücken, für die Zunft verdient gemacht hat, ernstlich wohlgesonnen und dankbar die Übersetzerbarke.

12:30 blaues Sofa, Übergang Hallen 4-5

Lizzie Doron klärt die Interviewerin, die nach ihrem Trauma gefragt hat, darüber auf, dass es (als Israeli allgemein und Tochter einer Holocaustüberlebenden erst recht) ein Segen wäre, nur ein Trauma zu haben, welches sie denn genau meine. (mehr …)

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